Einen Ökothriller hat der britische Autor Mike Croft
mit seinem Buch Tief geschrieben, das
bei Dumont erschienen ist.
Zuerst ist es nur ein Pottwal, der an der englischen
Küste strandet. Doch kurz darauf schwimmen Hunderte von aggressiven Walen auf
die Badestrände zu und bringen auf hoher See Schiffe zum Kentern. Meeresbiologe
Roddy Ormond glaubt, dass sie die Menschen warnen wollen. Aber wovor? Die
Antwort liegt in der Tiefe des Ozeans begraben.
Um es vorweg zu nehmen, das Buch ist nicht vom
Kaliber des Schätzing Bestsellers Der
Schwarm. Mike Croft legt jedoch auch wie Schätzing seinen Finger in die
ökologische Wunde. Die Wale wehren sich – endlich – und hoffen, dass sich Gutmenschen für sie einsetzen. Die Wale
erfreuen sich der absoluten Sympathie des Autors. Auch wenn sich das als
überaus kitschig anhört, so ist das Buch keineswegs kitschig. Es ist spannende
Unterhaltung und unter diesem Deckmantel wird auf so manche Ungereimtheit in
der Umweltpolitik hingewiesen. Man mag dem Autor nachsehen, dass die Handlung
bisweilen sehr phantastisch erscheint.
Mike Croft ist das Thriller-Pseudonym des Autors
Mike Stocks, dessen Roman White Man
Falling 2006 mit dem Goss First Novel Award ausgezeichnet wurde. Er ist der
Gründer des Literaturmagazins Anon und lebt als Schriftsteller und Übersetzer
in Edinburgh.
(JK 05/11)

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