Anders de la Motte: Game (Heyne)


Um ein Spiel auf Leben und Tod geht es in dem Thriller Game des schwedischen Autors Anders de la Motte, der bei Heyne erschienen ist.

Als Henrik Pettersson, kurz HP genannt, noch leicht benommen von der letzten durchzechten Nacht, im Zug nach Stockholm ein Handy findet, steckt er es kurzerhand ein und überlegt, es zu Geld zu machen. Doch plötzlich erscheinen folgende Worte auf dem Display: WANNA PLAY A GAME? HP zögert, drückt dann aber auf YES. Und damit beginnt das Spiel und der allergrößte Nervenkitzel, den er je erlebt hat – bis es irgendwann um sein eigenes Leben geht.

Das Buch Game wurde 2010 als Bestes Krimidebüt von der Schwedischen Krimiakademie gefeiert. Anders de la Motte erzeugt Spannung von Anfang an. Er führt den Leser in die scheinbar harmlose Welt der Cyberkriminalität, umso bedrückender realistisch gerät das Szenario. Mit HP ist ihm darüber hinaus eine interessante Figur gelungen, für die Anders de la Motte möglicherweise noch mehr Verwendung findet. Das Krimidebüt bietet beste Unterhaltung. Einziges Manko: an die immer wieder eingestreuten englischen Ausrufe und Zitate mag man sich bis zum Ende hin einfach nicht gewöhnen. Weniger wäre hier mehr. Aber das ist dann eher eine Anregung an das deutsche Lektorat.

Anders de la Motte, Jahrgang 1971, arbeitete mehrere Jahre als Polizist in Stockholm, bevor er 2001 in die Security-Branche wechselte. Heute ist er als Sicherheitschef für die europäische Niederlassung eines internationalen Technologie-Unternehmens tätig. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in der Nähe von Malmö.

Game von Anders de la Motte ist bei Heyne erschienen.
(JK 12/10)

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