Mittlerweile hat Wolfgang Schorlau mit Die letzte Flucht seinen sechsten
Dengler-Krimi geschrieben und ist wieder bei Kiepenheuer & Witsch
erschienen.
Spannung und Aufklärung – diese einzigartige
Kombination ist das Markenzeichen der Kriminalromane um den Stuttgarter
Privatermittler Georg Dengler. Beiden Ansprüchen wird Wolfgang Schorlau auch in
seinem neuen Roman, in dem es um die Machenschaften der Pharmaindustrie geht,
glänzend gerecht. Der sechste Fall führt Georg Dengler nach Berlin. Professor
Dr. Bernhard Voss, Arzt an der Charité, wird eines schrecklichen Verbrechens
verdächtigt. Sein Verteidiger bittet Dengler um Unterstützung. Dieser steht
plötzlich vor einem Abgrund an Manipulationen. Fast beiläufig erzählt Schorlau
zugleich eine Geschichte über den Widerstand gegen „Stuttgart 21“, in dem
Denglers Sohn Jakob aktiv ist. Über seinen neuen Krimi sagt Schorlau: „Zwei
Jahre lang habe ich über die Pharmaindustrie recherchiert. Ich kann es nicht
anders sagen: Diese Industrie wird von einer beispiellosen kriminellen Energie
getrieben.“
Wolfgang Schorlau kann man durchaus als politischen
Autor bezeichnen. Er nimmt sich in seinen Krimis gesellschaftspolitischen
Themen an, für die er akribisch recherchiert. So auch für seinen neusten
Dengler-Krimi, der ungemein stark daher kommt. Er deckt schonungslos die Machenschaften
der Industrie und Politik auf und nutzt sie kongenial für seine Krimis.
Spannend und hochaktuell ist Denglers Fall und bringt den Leser zum Grübeln.
Wolfgang Schorlau, lebt und arbeitet als freier
Autor in Stuttgart. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet.
Die letzte Flucht von Wolfgang Schorlau ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
(JK 12/11)

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