Stefan Petermann liest am Montag, 13. Mai, im Literaturhaus aus seinem Facebook-Roman


Literaturhaus
Montag, 13.05.2013  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, 22087 Hamburg
Eintritt: 4 – 7 Euro

Die Literatur in Zeiten von Facebook: Stefan Petermann liest aus seinem Facebook-Roman Das Gegenteil von Henry Sy. Heike Müller moderiert.  
 
Im Dezember 2011 wurde bei Facebook unter der Überschrift Erzähle deine Lebensgeschichte mit einem neuartigen Profil die Chronik eingeführt. Stefan Petermann, dem 2012 das Stipendium Bremer Netzresidenz verliehen wurde, griff diese Option auf. Er wollte ein Leben erzählen, dass vor über sechzig Jahren begann. Ein wildes Leben, eines mit Brüchen und Überraschungen, mit Tragödien und Augenblicken des Glücks. Ein Leben, das in manchen Momenten die Zeitgeschichte kreuzte. Mit Kindheitserinnerungen, einer großen Liebe und einer geheimnisvollen Bauchrednerpuppe als Begleiter. „Das Motto von Henry Sy lautet Im Zweifelsfall für das Gegenteil. Auch, wenn es unvernünftig scheint. Gerade dann. Trotzdem gelingt ihm ein außergewöhnliches Leben“, meint der Mitteldeutsche Rindfunk.  Die Geschichte wurde nicht chronologisch erzählt, sondern rückwärts, seitwärts, manchmal auch vorwärts. Die Facebook-Einträge funktionierten dabei wie die Kapitel eines Romans. Die User konnten mit Anregungen und Kommentaren die Handlung unterstützen. Anonyme Schwarz-Weiß-Fotografien bebildern die Geschichte. Das Gegenteil von Henry Sy ist ein Echtzeitroman des 21. Jahrhunderts, der innerhalb des sozialen Netzwerks Facebook mit klassischen erzählerischen Mitteln experimentiert und sich im Spannungsfeld von Narration und Interaktion, von realen wie erfundenen Schauplätzen und Ereignissen bewegt.

Stefan Petermann, geboren 1978, studierte an der Bauhaus Universität in Weimar. 2009 erschien sein Debütroman Der Schlaf und das Flüstern, 2011 der Erzählband Ausschau halten nach Tigern. Petermann ist Mitbegründer des Filmkollektivs 1meter60 Film und lebt in Weimar. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, u.a. den Publikumspreis sowie den 3. Platz beim 14. MDR Literaturwettbewerb.


Eine Veranstaltung des Literaturzentrum e.V.
(JK 05/13)

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