Der Sturm von Per Johansson,
erschienen bei Fischer Taschenbuch, ist ein Kriminalroman voller Poesie und
Landschaft, voller Verbrechen und Spannung, ein Buch über Schweden und die
Welt, hart an der Gegenwart und ein literarisches Werk zugleich.
Ein Wald, ein Fluss, ein
einsamer Hof im Frühling: In der Scheune liegt ein Toter, der schon als
Lebender nicht hierhin gehörte. Aber wer oder was ist überhaupt noch an seinem
Ort?, fragt sich Ronny Gustafsson, der für die Lokalzeitung den Süden Schwedens
beobachtet und dabei mehr entdeckt, als gut für ihn ist. Plötzlich steht er
zwischen Fronten einer Verschwörung, die vom schwedischen Wald aus die
Wallstreet ins Schwanken bringt.
Nicht alles was
Schwedisch klingt, kommt zwangsläufig aus Schweden. Bei diesem Krimi ist dies
der Fall, doch tut das dem Krimi keinen Abbruch. Er lässt sich problemlos in
die Reihe der hierzulande äußerst beliebten Schwedenkrimis aufnehmen. Er
enthält die erwarteten Zutaten und dabei eine Geschichte, die durchaus ihren
Reiz hat. Im Zeitalter der Globalisierung und der Vernetzung übers Internet ist
auch ein kleines schwedisches Dorf nicht mehr ein weißer Fleck auf der Karte
des Verbrechens. Um den Krimi gab es viel Spekulation, ob man dahinter ein
verstecktes Gerangel unter deutschen Journalisten vermuten kann. Dafür müsste
man schon Insider sein, um das zu erkennen und ist für die Story an sich völlig
unwichtig.
Per Johansson ist das
Pseudonym des Autoren-Duos Thomas Steinfeld und Martin Winkler. Thomas
Steinfeld ist Feuilleton-Chef der Süddeutschen Zeitung, Martin Winkler ist
Arzt.
Der Sturm von Per
Johansson ist im Fischer Taschenbuch Verlag erschienen.
(JK 11/12)

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